Know Your Customer – Pflichtkür für Unternehmen

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Gerade im Neugeschäft wollen Unternehmen neue Kunden genau kennen. Wie lange gibt es das Unternehmen schon. Wer ist namentlich in der Geschäftsleitung benannt und vor allem wie steht es um Bonität und Liquidität des Neukunden?

 

Dies sind meist die eigenen Ansprüche die Unternehmen im Neugeschäft für sich selbst formulieren. Konzerne haben für diese Geschäftsvorfälle bereits durch den industriellen Einkauf klare Regelungen und Workflows definiert. Innerhalb dieser Abläufe sind neben den erforderlichen Eigendokumenten die ein Unternehmen im Neugeschäft liefern muss auch externe Quellen in der Nutzung. In der Regel werden Auskünfte über die Firmenauskunftsdienste per Online-Abfrage eingeholt. Über die Qualität dieser Abfragen später mehr.

 

Kleinere und mittlere Unternehmen weisen diesen Strukturen nur in Teilen oder garnicht auf. Durch den Reiz des Internet und den dort frei zugänglichen Quellen wird meist die Webseite eines Neukunden und dann eine Bilanz beim Bundesanzeiger abgerufen. Auf diese Weise meinen viele Unternehmen sich ein Bild eines Unternehmens gemacht zu haben. Externe Firmenauskünfte werden in der Regel kaum eingeholt. Recht häufig hat sich bei vielen Geschäftsführern die Meinung etabliert in den Auskünften steht ohnehin nichts aktuelles und die Bonitätsangaben sind kaum wertvoll.

 

Der Druck den Kunden kennen zu müssen – Behördenzwang

Der Druck Kunden kennen zu müssen kann schnell durch Behörden gefordert werden. Insbesondere Betriebsprüfungen in kleineren Unternehmen stellen Rechnungen gerader ausländischer Unternehmen in Frage. Da die Prüfungen meist weiter zurückliegende Jahre beinhalten sind Daten zu Unternehmen nur schwer beschaffbar. Wenn dann die Firma im Ausland nicht mehr existiert kann auf diese recht schnell von Scheingeschäften die Rede sein.

 

Unternehmen des Finanzsektors müssen Neukunden aufgrund der Geldwäsche-Gefahr kennen. Aber auch Banken analysieren die Empfänger von Geldern insbesondere bei größeren Beträgen. Die Auflagen die Finanzunternehmen im Rahmen der KYC Verpflichtung auferlegt werden sollten Unternehmen im Neu-Kontakt-Geschäft beherzigen.

 

Hier werden im Rahmen des Know Your Customer Process folgende Daten abgefragt die von Wikipedia so definiert werden:

 

Bei juristischen Personen müssen unter anderem Art der Gesellschaft, Tätigkeit, Branche, Branchencode, Anzahl der Mitarbeiter, Besitzverhältnisse und Firmenstruktur sowie die wichtigsten (erwarteten) Finanzkennziffern erfasst werden.

 

Verlässliche Informationen vs. Datenbank-Konservenkost

Entscheider und Unternehmen sollten darauf achten, dass Informationen auf verlässlichen und vor allen aktuell sind. Direkte Datenbank-Angebote leiden häufig unter einer In-Aktualität die teilweise bis zu 18 Monate und mehr zurückreicht.

 

Empfehlenswert gerade für Auslandsabfragen sind lokale Dienstleister die hohe Marktkenntnis und Erfahrung aufweisen. In der Datentiefe reichen auch Abfragen europäischer Register nicht aus, da hier keine Angaben zu Gesellschaftern, Strukturen und Kenngrößen gemacht werden. Die Kurzangaben des EBR liefern die Angaben der Direktoren und Adressangaben. Diese Daten sind jedoch für den Compliance und Know-Your-Customer Process zu dürftig.

 

Unternehmen sind gut beraten sich für diese Geschäftsvorfälle klare Dienstleisterstrukturen bei Firmenauskünften aufzubauen. Hier empfehlen sich Partner die ohne laufende Vertragsverpflichtungen genutzt werden können. Auf diese Weise können Kosten gering gehalten werden. Der Entscheider oder das Unternehmen bewahrt sich damals seine Flexiblität.

 

Wir beraten Sie gerne zu Fragen rund um nationale und internationale Firmendaten. Gerne unterstützen wir Sie bei der Beschaffung externer Informationen zu Unternehmen.Wir setzen bei internationalen Firmenauskünfte auf ein Netzwerk lokaler Partner weltweit. Nutzen Sie unsere nationalen und internationalen Kontakte als Auskunftspartner. Sprechen Sie uns hierzu einfach an.

 

Michael Klems ist Experte für die Recherche in professionellen Datenbanken und effiziente Suchstrategien in Online-Quellen. Seit 1991 ist der erfahrene Online-Profi für namhafte Entscheider und Top-Unternehmen in der Informationsbeschaffung tätig. Mit der Seminarreihe „Effiziente Internet-Recherche“ ist der gebürtige Kölner gefragter Referent für Seminare und Autor zahlreicher Fachveröffentlichungen. Michael Klems ist der Kopf hinter dem Online-Dienst infobroker.de.
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